
Radivoje 'Raša' Andrić
Radivoje Andrić (geb. 1967) ist ein serbischer Film- und Fernsehregisseur. Vor seinem Studium an der Fakultät für Dramatische Künste inszenierte er am Dadov-Amateurtheater die Stücke „Das Grabmal für Boris Dawidowitsch“ von Danilo Kiš und „Che – Die bleibende Tragödie“ von Duško Radović und Matija Bećković. In den darauffolgenden zehn Jahren sammelte er Erfahrung als Regieassistent renommierter jugoslawischer Regisseure. Mit den Filmen „Januarfluss“ und „Die Woche des Kampfes gegen die Einmischung“ – beide über die Demonstrationen in Belgrad 1996/97 und produziert vom unabhängigen Belgrader Radiosender und der Videoproduktionsfirma B-92 – nahm er 1997 am Festival für Dokumentar- und Kurzfilme in Belgrad teil. Sein Film „Januarfluss“ lief außerdem 1998 auf dem Internationalen Filmfestival von Busan und auf dem Filmfestival L’Alternativa ’98 in Barcelona. Mit diesen Filmen sowie mit seinem letzten Kurzdokumentarfilm „Can't they see the writing on the wall - emancipating the media“ nahm er als Gast des italienischen Pavillons an der Biennale von Venedig teil und präsentierte dort die Videoproduktion von Radio B-92.