
Herbert Feuerstein
Herbert Feuerstein (* 15. Juni 1937 in Zell am See, Österreich; † 6. Oktober 2020 in Erftstadt, Nordrhein-Westfalen) war ein österreichisch-deutscher Journalist, Kabarettist, Schauspieler und Entertainer. Herbert Feuerstein studierte zunächst Musik am Salzburger Mozarteum und arbeitete später in New York als Journalist und Chefredakteur der deutschsprachigen New Yorker Staats-Zeitung. Nach seiner Rückkehr nach Europa wurde er Verlagsleiter des Satiremagazins pardon und prägte anschließend über viele Jahre als Chefredakteur die deutsche Ausgabe des MAD-Magazins. Bundesweite Bekanntheit erlangte Feuerstein ab den späten 1980er-Jahren durch seine Zusammenarbeit mit Harald Schmidt in den Fernsehsendungen Pssst … und Schmidteinander, in denen sein absurder Humor und sein selbstironisches Auftreten zu seinem Markenzeichen wurden. Es folgten zahlreiche weitere Fernsehformate, darunter Feuersteins Reisen, die legendäre zwölfstündige Livesendung Feuersteins Nacht sowie regelmäßige Auftritte in Shows wie Genial daneben und Was bin ich?. Auch als Schauspieler war er aktiv und spielte unter anderem in Filmen wie Vollidiot, Wickie und die starken Männer sowie in Theater- und Opernproduktionen. Darüber hinaus arbeitete Feuerstein umfangreich als Sprecher und Autor. Er lieh unter anderem Figuren in Die Sendung mit der Maus und dem Animationsfilm Die Unglaublichen seine Stimme. Große Anerkennung erhielt auch seine literarische Radiosendung SpielArt auf WDR 5, die er von 2003 bis 2017 moderierte. Seine autobiografisch geprägten Beiträge verbanden Humor, Kultur und persönliche Erinnerungen. 2014 veröffentlichte er seine Memoiren Die neun Leben des Herrn F.. Feuerstein lebte zuletzt in Erftstadt und war mit der Redakteurin Grit Bergmann verheiratet. Er starb 2020 im Alter von 83 Jahren.
















